Leistungsdiagnostik kostet Trainingszeit. Ein klassischer Stufentest kann wertvolle Daten liefern, unterbricht aber eine Einheit und belastet den Athleten zusätzlich.
Eine 2026 veröffentlichte Pilotstudie untersuchte deshalb ein deutlich kompakteres Protokoll: 50, 100, 150 und 200 Meter mit steigender Belastung.
Bei Geschwindigkeit überraschend nah
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Zehn trainierte männliche Universitätsschwimmer absolvierten sowohl das neue Protokoll als auch einen 7×200-Meter-Stufentest.
Die mittlere Geschwindigkeit der entsprechenden 200-Meter-Stufen lag relativ nah beieinander. Auch mehrere kinematische Größen zeigten eine gute vorläufige Übereinstimmung.
Bei Herzfrequenz, Laktatveränderung und einzelnen Zeitparametern war die Übereinstimmung dagegen deutlich schwächer.
Kürzer heißt nicht gleichwertig
Genau deshalb betonen die Autoren: Der kompakte Test ist kein direkter Ersatz für einen etablierten umfangreichen Stufentest und auch kein Kriteriumstest der aeroben Kapazität.
Sein möglicher Nutzen liegt im Monitoring ausgewählter Leistungs- und Technikmarker bei geringerem Aufwand.
Ein interessanter Weg für Vereine
Nicht jeder Verein kann regelmäßig große Diagnostiktage organisieren. Ein kurzes, standardisiertes Protokoll könnte deshalb helfen, Entwicklung häufiger zu überprüfen, ohne das Training komplett umzubauen.
Noch ist die Datenlage sehr klein. Aber der Ansatz passt zu einer wichtigen Entwicklung der Leistungsdiagnostik: Nicht jeder Test muss maximal umfangreich sein. Entscheidend ist, welche Frage beantwortet werden soll – und ob die verkürzte Variante dafür zuverlässig genug ist.
Monitoring statt Laborersatz
Der Reiz des kurzen Protokolls liegt gerade darin, dass es nicht alles messen muss. Wenn Trainer regelmäßig Geschwindigkeit und Technik unter standardisierten Bedingungen beobachten wollen, kann weniger Testvolumen ein Vorteil sein. Für tiefe physiologische Diagnostik bleiben umfangreichere Verfahren jedoch notwendig.
FACHLICHE QUELLE
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42482107/