Eine wissenschaftliche Untersuchung ließ ChatGPT-4 Wochenpläne für Elite-Schwimmer und Sprinter erstellen und anschließend von Trainern und Athleten bewerten.
Trainer bewerteten viele Vorschläge als grundsätzlich brauchbar. Athleten waren deutlich kritischer.
Probleme bei komplexer Belastungssteuerung
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Besonders bei moderaten und hochintensiven Trainingszonen sowie bei komplexer Periodisierung traten Schwächen auf.
KI kann deshalb ein hilfreiches Werkzeug für Ideen, Strukturierung und einfache Planungsaufgaben sein. Eine qualifizierte Trainingssteuerung durch erfahrene Trainer ersetzt sie derzeit nicht.
Wo KI heute bereits helfen kann
Künstliche Intelligenz eignet sich gut für Aufgaben, bei denen Informationen strukturiert oder Varianten erstellt werden sollen. Trainer können beispielsweise Ideen für Übungsformen sammeln, Trainingsdokumentationen zusammenfassen oder erste Entwürfe eines Wochenplans erstellen lassen.
Problematisch wird es, wenn aus einem solchen Entwurf automatisch eine individuelle Trainingssteuerung abgeleitet wird. Ein KI-System kennt ohne zusätzliche Daten weder die tatsächliche Ermüdung des Athleten noch technische Probleme, Verletzungen oder die Dynamik einer Trainingsgruppe.
Trainerwissen bleibt der entscheidende Filter
Die Studie zeigt deshalb einen sinnvollen Mittelweg. KI kann Arbeitsprozesse beschleunigen, muss aber fachlich kontrolliert werden.
Gerade bei Intensitätssteuerung und Periodisierung genügt es nicht, allgemeine Trainingsprinzipien korrekt wiederzugeben. Die Belastung muss zur Person, zum aktuellen Trainingszustand und zum langfristigen Plan passen.
Für Trainer entsteht dadurch eher ein neues Werkzeug als ein Ersatz. Wer über ausreichend Fachwissen verfügt, kann KI nutzen, um schneller Varianten zu entwickeln oder Daten aufzubereiten. Die endgültige Entscheidung bleibt jedoch eine sportfachliche Aufgabe.
FACHLICHE QUELLE
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41668944/