← Wissen

Warm-up im Schwimmen richtig individualisieren

Viele Schwimmer absolvieren seit Jahren dasselbe Einschwimmprogramm. Dabei spricht vieles dafür, Warm-ups stärker zu individualisieren.

Neue Untersuchungen zu unterschiedlichen Warm-up-Umfängen zeigen, dass der Umfang vor einem 100-Meter-Rennen einen relevanten Einfluss auf physiologische Reaktionen besitzt.

Das ideale Einschwimmen hängt von Strecke, Lage, Athletentyp und Wettkampfsituation ab.

Warm-up dokumentieren

[bild id="XX"]

Trainer können wertvolle Informationen gewinnen, wenn verschiedene Routinen im Training getestet und anschließend mit Wettkampfleistung, subjektivem Gefühl und physiologischen Daten verglichen werden.

Aus einer Gewohnheit wird so ein individuell optimierter Bestandteil der Rennvorbereitung.

Warm-up ist Teil der Wettkampfstrategie

Das Einschwimmen wird häufig als selbstverständlicher Ablauf vor dem Rennen betrachtet. Tatsächlich ist es die letzte Trainingseinheit vor dem Start – und sollte entsprechend bewusst gestaltet werden.

Der Athlet muss körperlich aktiviert, technisch gut eingestellt und mental bereit sein. Gleichzeitig darf die Vorbereitung nicht so umfangreich sein, dass bereits vor dem Rennen unnötige Ermüdung entsteht.

Deshalb gibt es kaum einen überzeugenden Grund, allen Schwimmern dasselbe Programm vorzuschreiben.

Ein einfaches System für Trainer

Trainer können unterschiedliche Warm-up-Routinen systematisch vergleichen. Neben Wettkampfzeit und subjektivem Gefühl lassen sich auch Herzfrequenz oder einzelne kurze Testabschnitte dokumentieren.

Wichtig ist zudem die Zeitspanne zwischen Einschwimmen und Start. Ein optimales Warm-up kann an Wirkung verlieren, wenn der Athlet anschließend 45 Minuten still sitzt.

In solchen Situationen können kurze Aktivierungsübungen an Land helfen. Auch hier gilt: Was gut funktioniert, sollte vorher getestet werden. Wettkampftag ist kein geeigneter Zeitpunkt für Experimente.

FACHLICHE QUELLE
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41369551/