Analysiert wurden maximale Schwimmleistung sowie physiologische und kinematische Faktoren während unterschiedlicher Saisonphasen.
Diese Fragestellung ist besonders relevant, weil Open-Water-Athleten gleichzeitig hohe Ausdauer, gute Technik und taktische Leistungsfähigkeit entwickeln müssen.
Diagnostik über die ganze Saison
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Ein einzelner Test im Winter reicht deshalb möglicherweise nicht aus, um die Entwicklung eines Athleten zuverlässig zu beurteilen.
Regelmäßig wiederholte Tests können zeigen, welche Leistungsmerkmale stabil bleiben und welche sich im Verlauf der Saison besonders stark verändern.
Saisonsteuerung im Open Water ist besonders komplex
Open-Water-Athleten benötigen eine sehr hohe aerobe Leistungsfähigkeit, müssen aber gleichzeitig starke Tempowechsel und Endspurts verkraften. Dazu kommen technische und taktische Anforderungen, die sich nicht vollständig durch klassische Beckentests abbilden lassen.
Deshalb ist es plausibel, dass sich unterschiedliche Leistungsfaktoren im Saisonverlauf nicht parallel entwickeln. Ein Athlet kann beispielsweise seine maximale aerobe Leistung verbessern, während bestimmte technische Kennzahlen unter hoher Trainingsbelastung vorübergehend schlechter werden.
Diagnostik als Verlaufskontrolle
Der größte Nutzen wiederholter Tests liegt deshalb weniger in einem einzelnen Wert als im Verlauf. Werden identische Testprotokolle zu mehreren Zeitpunkten durchgeführt, lässt sich erkennen, ob eine Trainingsphase tatsächlich die geplanten Anpassungen erzeugt.
Trainer sollten dabei physiologische Daten immer gemeinsam mit technischen Kennzahlen interpretieren. Eine höhere Geschwindigkeit bei gleichzeitig schlechterer Effizienz kann eine andere Bedeutung haben als eine Verbesserung, bei der Geschwindigkeit und Ökonomie gemeinsam steigen.
Auch Wettkampfdaten gehören in diese Analyse. Open-Water-Leistung entsteht schließlich nicht im Testlabor, sondern in einer taktischen Rennsituation. Die Kombination aus Diagnostik und Wettkampfanalyse liefert deshalb das vollständigste Bild.
FACHLICHE QUELLE
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41672054/