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PAPE vor 50 m Freistil: Sinnvoll oder nicht?

Explosive Kraftübungen vor einem Sprint sollen kurzfristig die Leistung steigern. Im Schwimmen funktioniert das jedoch nicht bei jedem Athleten gleich.

Eine aktuelle Studie untersuchte ein individuell getimtes Unterkörper-PAPE-Protokoll vor 50 Meter Freistil.

Die Gesamtzeit verbesserte sich nicht signifikant. Lediglich die Wendenzeit zeigte einen kleinen positiven Effekt.

Individualisierung entscheidet

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Besonders auffällig war die große individuelle Streuung. Einige Schwimmer reagierten deutlich stärker als andere.

PAPE sollte deshalb immer im Training getestet und individuell abgestimmt werden. Ein standardisiertes Programm für alle Athleten ist wenig sinnvoll.

Was hinter PAPE steckt

Die Idee der Post-Activation Performance Enhancement besteht darin, durch eine gezielte hochintensive Voraktivierung kurzfristig die neuromuskuläre Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Entscheidend ist dabei das Timing: Direkt nach der Belastung kann Ermüdung dominieren, einige Minuten später möglicherweise die gewünschte Leistungssteigerung.

Genau deshalb reagieren Athleten unterschiedlich. Kraftniveau, Trainingserfahrung, Art der Übung und individuelle Erholungszeit können den Effekt beeinflussen.

Vor dem Wettkampf nur Bewährtes einsetzen

Für die Praxis bedeutet das, dass PAPE-Protokolle mehrfach unter kontrollierten Bedingungen getestet werden sollten. Idealerweise werden nicht nur die Gesamtzeiten, sondern auch Start-, Unterwasser- und Wendenzeiten erfasst.

Wenn ein Athlet keinen reproduzierbaren Vorteil zeigt, gibt es keinen Grund, ein kompliziertes Aktivierungsprogramm in den Wettkampfablauf einzubauen. Routine und Sicherheit vor dem Start können wichtiger sein als ein theoretischer physiologischer Vorteil.

Zeigt sich dagegen bei einem Athleten wiederholt ein positiver Effekt, kann PAPE gezielt eingesetzt werden. Die aktuelle Studie spricht damit eher für Individualisierung als für eine generelle Empfehlung.

FACHLICHE QUELLE
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42243273/