Eine 2026 veröffentlichte Studie untersuchte Schwimmer nach hochintensiven Intervallen. Im Vergleich zur passiven Erholung zeigte die Kontrastwassertherapie niedrigere Blutlaktatwerte und geringere subjektive Ermüdung.
Die anschließende 100-Meter-Leistung verbesserte sich allerdings nicht signifikant.
Das richtige Werkzeug für das richtige Ziel
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Kontrastbäder können deshalb sinnvoll sein, wenn subjektive Erholung und akute Regeneration im Vordergrund stehen.
Ein unmittelbarer Leistungsschub sollte davon jedoch nicht erwartet werden.
Laktatabbau ist nicht gleich Leistungsfähigkeit
Dass nach einer Regenerationsmaßnahme niedrigere Laktatwerte gemessen werden, bedeutet nicht automatisch, dass der Athlet unmittelbar wieder schneller schwimmen kann. Genau das zeigt die Untersuchung besonders anschaulich.
Laktat ist nur ein Teil der Ermüdung. Neuromuskuläre Belastung, Energiespeicher, Temperatur, Flüssigkeitshaushalt und subjektive Erschöpfung spielen ebenfalls eine Rolle.
Deshalb sollte der Erfolg einer Regenerationsmethode nicht anhand einer einzigen Messgröße beurteilt werden.
Wann Kontrastbäder sinnvoll sein können
In Trainingslagern oder Wettkämpfen mit mehreren Belastungen an einem Tag kann das subjektive Gefühl besserer Erholung durchaus wertvoll sein. Wenn sich Athleten nach einer Maßnahme frischer fühlen, kann dies die Bereitschaft für die nächste Einheit unterstützen.
Gleichzeitig müssen Aufwand und Nutzen berücksichtigt werden. Nicht jeder Verein verfügt über geeignete Möglichkeiten für Warm- und Kaltwasseranwendungen, und eine gute Basisregeneration durch Schlaf, Ernährung und ausreichende Pausen bleibt wichtiger.
Kontrastwassertherapie ist deshalb eher ein ergänzendes Werkzeug als eine zentrale Säule der Regeneration. Sie kann sinnvoll sein – aber sie ersetzt keine gute Trainingsplanung.
FACHLICHE QUELLE
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41590968/