Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2026 verglich drei unterschiedliche Einschwimmprogramme bei nationalen Wettkampfschwimmern. Untersucht wurden nicht nur die anschließenden 100-Meter-Zeiten, sondern auch Herzfrequenz, Laktat, Körpertemperatur und subjektives Belastungsempfinden.
Die Untersuchung zeigt vor allem eines: Das Einschwimmen sollte nicht einfach nach Gewohnheit erfolgen. Mehr ist nicht automatisch besser und weniger nicht automatisch effizienter.
Warm-up individualisieren
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Strecke, Lage, Athletentyp, Tageszeit und Zeit zwischen Einschwimmen und Start sollten bei der Planung berücksichtigt werden.
Gerade bei kurzen Wettkampfstrecken kann ein gut abgestimmtes Warm-up ein wichtiger Bestandteil der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung sein.
Warum ein Warm-up überhaupt Leistung beeinflusst
Ein gutes Einschwimmen soll den Körper auf die bevorstehende Belastung vorbereiten, ohne bereits unnötige Ermüdung zu erzeugen. Körpertemperatur, Herz-Kreislauf-System, Muskulatur und neuromuskuläre Aktivierung sollen schrittweise auf das Renntempo vorbereitet werden.
Beim Schwimmen kommt ein weiterer Punkt hinzu: Wassergefühl und Bewegungskoordination spielen eine große Rolle. Viele Athleten benötigen einige Zeit, bis sich Zugrhythmus, Atmung und Wasserlage wirklich stabil anfühlen.
Deshalb lässt sich die optimale Länge nicht allein in Metern festlegen. Ein erfahrener Sprinter kann mit einem anderen Umfang gut vorbereitet sein als ein junger Athlet oder ein Schwimmer, der mehrere Wettkämpfe innerhalb einer Session absolviert.
Warm-up als individuelles Profil
In der Praxis lohnt es sich, Einschwimmprogramme genauso zu dokumentieren wie Rennzeiten. Trainer können notieren, welcher Umfang geschwommen wurde, wann die letzten schnellen Wiederholungen erfolgten und wie viel Zeit bis zum Start verging.
Nach mehreren Wettkämpfen entsteht daraus ein individuelles Muster. Manche Athleten profitieren von einer längeren Vorbereitung, andere reagieren besser auf ein kompakteres Programm mit kurzen Aktivierungen in Renngeschwindigkeit.
Auch die Umgebung spielt eine Rolle. Bei Großveranstaltungen kann zwischen Einschwimmbecken und Wettkampfstart viel Zeit liegen. Dann muss überlegt werden, wie die Aktivierung bis zum Start erhalten wird. Das Warm-up endet also nicht zwingend mit dem Verlassen des Wassers.
FACHLICHE QUELLE
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41369551/